"Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt!"
Frühkindliche Reflexe sind motorische Notprogramme die dem Neugeborenen ermöglichen, sich mit Reizen durch motorische Reaktionen auseinander zu setzen. Diese Reaktionen erfolgen unbewusst und bieten dem Neugeborenen eine Unterstützung in seiner Entwicklung.
In den ersten zwei bis drei Lebensjahren werden diese so genannten frühkindlichen Reflexe in der normalen Entwicklung von reiferen motorischen Mustern überlagert und damit integriert.
Diese motorischen Notprogramme bleiben lebenslang erhalten und können als Schutzmechanismus in physischen und psychischen Gefahrensituationen wieder hervortreten.
Werden diese frühkindlichen Reflexe im Laufe der ersten Lebensmonate und –jahre nicht integriert, so kann die weitere sensorische, motorische und auch emotionale Entwicklung des Kindes beeinträchtigt werden. Dies wiederum kann zu einer Leistungshemmung führen. In diesem Fall spricht man von der Persistenz frühkindlicher Reflexe.
Die Ursachen und Auswirkungen von Entwicklungsverzögerungen können sehr vielfältig sein. Aus unserer Sicht und Erfahrung in der Begleitung vieler Kinder ist eine Reifung der motorischen Steuerung auch später, durch spezielle Förderung in Form eines gezielten Trainings noch möglich. Dies kann je nach Alter des Kindes sehr unterschiedlich aussehen.
Es gibt viele unterschiedliche Auffälligkeiten in Bezug auf die Persistenz frühkindlicher Reflexe bzw. auf eine unausgereifte motorische Entwicklung. Diese zu unterscheiden, die Ursachensuche und dem entsprechend ein therapeutisches Trainingsprogramm zu entwickeln, stellt unsere Fachkompetenz dar.